Gerhard Hertel, dem Ur-Freudenstädter, gehört zu den Persönlichkeiten dieser Stadt, die einfach Erwähnung finden müssen, wenn es auf Freudenstadt zu sprechen kommt. Er war seit Ende des zweiten Weltkriegs, den er als Invalide überstanden hatte, seiner Heimatstadt als Historiker immer zu Diensten gewesen. Am eigenen Leib hatte er die Aus- und Nachwirkungen des Zweiten Weltkrieges erfahren, dann die Zeit der französischen Besatzung und schließlich Jahrzehnte des Wiederaufblühens der Freudenstadt Kur - aber auch deren Niedergang.
Gerhard Hertel an seinem 80. Geburtstag
Politisch, gesellschaftlich und auch sonst immer für Auskünfte zu seiner Freudenstadt zu haben, so habe ich ihn persönlich erlebt. Obwohl meine erste Begegnung mit ihm schon sehr eigentümlich war. Es war in der Post, damals noch mit Schaltern, die durch Wände getrennt waren. Da stand ein älterer Herr, mit Dackel, im Lodenamantel mitten im Postamt und ließ sich seine Zigarre munden, die er genüßlich rauchte. Daß andere vielleicht durch seine Qualmerei in diesen Räumlichkeiten gestört wurden, schien ihn seinerseits wiederum nicht zu stören.
Gerhard Hertel hatte die Gabe, seine Gedanken und Nachforschungen zu Freudenstadt zu Papier zu bringen. Seine Bücher sind sehr lesenswert, weil informativ und flüssig zu lesen. Er hat ein beträchtliches Werk hinterlassen und wer interessiert ist an seinen Werken, der/die schaue doch einfach mal im Tourist Info vorbei. Dort findet man neben den sehr auskunfsfreudigen und freundlichen Damen sicher auch das ein oder andere Werk von Gerhard Hertel, dem Ur-Freudenstädter.
Als überzeugter Europäer trat er für die Deutsch-Französische Freundschaft ein. Ganz im Sinne des Stadtgründers von Freudenstadt, Herzog Friedrich I., über dessen Leben er wie kaum ein anderer Bescheid wußte. So war Gerhard Hertel auch maßgeblich an der Gründung der Europäischen Kulturstraße Heinrich Schickhardt 1998 beteiligt. Für weitere Informationen über die Europäische Kulturstraße Heinrich Schickhardt bitte hier klicken >>>.
Blick vom Stadthaus auf die Stadtkirche
Willkommen bei Herzog Friedrich I. zu Württemberg
Freudenstadt im Februar 2012
Freudenstadt im Februar 2012


